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Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme des Hofs Haldau mit Wohnhaus und Scheunen um 1924
Lange vor uns

Die Geschichte von Haldau

Über 900 Jahre Siedlungsgeschichte an der Iller, erstmals dokumentiert um 1100.

Jede Epoche hat Haldau geprägt – die Zeit unter dem Kloster Ochsenhausen, die Landwirtschaft, die Familie Linz bis heute betreibt, und die Reitsportanlage.

Chronik

Von Diezenhaldun zur Reitsportanlage

Die wichtigsten Stationen der Ortsgeschichte.

Um 1100

Erste Erwähnung als „Diezenhaldun“

Um das Jahr 1100 wird Haldau zum ersten Mal genannt: In historischen Aufzeichnungen erscheint der Ort als „Diezenhaldun“. Der Name zeugt von einer frühen Besiedlung an der Iller.

1182

Der Name Haldun festigt sich

Als „Haldun“ wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Im Lauf der Jahrhunderte wird daraus „Haldau“.

1397

Kloster Ochsenhausen erwirbt das Vogtrecht

Das Kloster Ochsenhausen kauft das Vogtrecht über Haldau. Für lange Zeit steht die Siedlung nun unter klösterlicher Verwaltung – eine Epoche, die die Landwirtschaft der Region prägt.

1789–1803

Haldau auf historischen Landkarten

Aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert sind detaillierte Karten von Haldau und seinen Fluren erhalten. Sie zeigen den Lauf der Iller und die Wiesen und Äcker rund um die Siedlung. Die Feldmarknamen St. Martin, St. Michael und St. Johannes Baptista zeugen von der kirchlichen Prägung der Region.

Quellen: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart

Um 1805

Vereinödung: eine frühe Flurbereinigung

Um 1805 wird in Haldau die Vereinödung durchgeführt: Höfe, deren Äcker überwiegend weit außerhalb des Ortes liegen, werden in die Feldmark verlegt und ihre Äcker in der Nähe des neuen Standorts zusammengelegt.

1810

Einpfarrung nach Tannheim

Haldau wird kirchlich und verwaltungstechnisch der Gemeinde Tannheim zugeordnet. Das gilt bis heute: Die Reitsportanlage Haldau liegt in der Gemeinde Tannheim, Landkreis Biberach.

1826

Die Katastervermessung der Gemarkung

Um 1826 entstehen im Zuge der württembergischen Landesvermessung die ersten Katasterkarten der Gemarkung Haldau. Sie halten Grundstücksgrenzen, Gebäude und Fluren erstmals amtlich und maßstabsgetreu fest – ein genaues Abbild des Ortes, das bis heute erhalten ist.

1917

Das Gut Haldau im Hofplan

Ein Hofplan von 1917 im Maßstab 1:2500 zeigt das Gut Haldau mit seinen Gebäuden, Wegen und Flächen – den Grund, auf dem später die Reitsportanlage entsteht.

Plan über das Gut Haldau, 1917 (Quelle: Privat)
1924

Die 1. Generation: Familie Linz erwirbt den Hof

Hubert Linz und seine Ehefrau Maria, geb. Misselbeck, erwerben das Gehöft in Haldau. Damit beginnt die Geschichte der Familie Linz auf diesem Hof.

Sie halten Milchvieh und Schweine und bewirtschaften Acker- und Grünland – ein typischer Bauernhof seiner Zeit.

Panoramablick auf das Gehöft Haldau, ca. 1924 (Quelle: Privat)
1955

Übernahme durch die 2. Generation

Hubert und Irma Linz übernehmen den Betrieb in zweiter Generation und erweitern ihn: Zu Milchvieh und Schweinen kommen Legehennen und Bullenmast hinzu.

1985

Die 3. Generation modernisiert den Betrieb

Mit Hubert und Sybille Linz übernimmt die dritte Generation. Sie modernisieren den Betrieb und stellen die Weichen für einen Wandel, der weit über die traditionelle Landwirtschaft hinausgeht.

Das Luftbild aus dieser Zeit zeigt den Hof kurz vor dem großen Wandel: Wohnhaus, Stallungen und die Felder ringsum.

Luftbild von Haldau um 1985 (Quelle: Privat)
1993

Pionierarbeit: Bau der Biogasanlage

Familie Linz baut auf dem Hof eine Biogasanlage, eine der ersten Biogasanlagen Deutschlands. Experimentiert wurde schon ab 1992, lange bevor Biogasanlagen verbreitet waren.

Die Anlage schließt einen Kreislauf: Eigene Flächen liefern das Substrat, die Abwärme beheizt später Wohn- und Betriebsräume, Reiterstübchen und Sattelkammern, der Gärrest düngt die eigenen Felder.

2006–2007

Die Reitsportanlage Haldau entsteht

Der entscheidende Wandel: Der Rindviehstall wird zum Pferdestall umgebaut, dazu entsteht eine Reithalle mit 60 x 30 m. Aus dem Milchviehbetrieb wird die Reitsportanlage Haldau.

Was Familie Linz seit 1924 ausmacht – die Liebe zur Landwirtschaft, die Verantwortung für die Tiere, die Verbundenheit mit dem Ort –, prägt auch die neue Anlage. Heute stehen hier 61 Boxen in vier Haltungsformen, dazu variable Boxen, die bei Bedarf – etwa für Veranstaltungen – zusätzlich aufgebaut werden.

Die Reitsportanlage Haldau aus der Luft (Quelle: Privat)
2016

10 Jahre Reitsportanlage Haldau

Zum zehnjährigen Bestehen richtet die Reitsportanlage ein großes Jubiläumsturnier aus. Über 100 Westernreiter messen sich in Tannheim, die Schwäbische Zeitung berichtet darüber.

Schwäbische Zeitung: „Westernreiter messen sich in Tannheim“, Bericht über das Jubiläumsturnier 2016
2026

20 Jahre Reitsportanlage & über 100 Jahre Familie Linz in Haldau

2026 fallen zwei Jubiläen zusammen: 20 Jahre Reitsportanlage Haldau und über 100 Jahre Familie Linz in Haldau. Aus dem Bauernhof von 1924 ist eine Reitsportanlage geworden, die die Familie bis heute persönlich führt. Seit vier Generationen ist der Hof in Familienhand.

Heute

Tradition trifft Moderne

Die Reitsportanlage verbindet die lange Geschichte des Ortes mit zeitgemäßer Pferdehaltung – vom täglich abgezogenen Hallenboden bis zur eigenen Energie- und Futterversorgung.

Was über Generationen gewachsen ist, trägt heute einen Betrieb für Pferd und Mensch – persönlich geführt von Familie Linz.

Familie Linz

Über Generationen persönlich geführt

Seit 1924 ist die Geschichte von Haldau auch die Geschichte der Familie Linz. Was als Bauernhof begann, führen wir heute als Reitsportanlage – mit eigener Energie, eigenem Futter und der Überzeugung, dass ein Hof am besten von den Menschen geführt wird, die auf ihm zu Hause sind.

Über uns
1924
Erwerb durch Familie Linz
2006
Reitsportanlage gegründet
100 %
Eigenenergie
+90 %
Eigenes Futter

Lernen Sie die Anlage vor Ort kennen

Bei einer Besichtigung zeigen wir Ihnen gerne unsere Anlage und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.